„Ursprung“ ist die Verlagerung der Aufmerksamkeit von Ich zum Du

Man könnte fragen, wo kommt denn alles her? Jetzt nicht die Natur oder das Weltall, sondern für den Menschen relevant: Dinge und die Sprache. Nun, die Dinge macht er selbst und die Sprache wurde wahrscheinlich dadurch angeregt und geformt. Aber für ein Baby, das „zur Welt kommt“?

Sowohl Sprache als auch die Dinge, salopp gesagt alles Künstliche suggeriert Dauer und erfordert vom Menschen eine spezifische Aufmerksamkeit oder Aktivierung, welche das Wachbewusstsein bereitstellt. Das Wort „ich“ etwa ist mit bestimmten Eigenschaften, Absichten oder Sonstigem verbunden, was das Bewusstsein eben gerade im Blickfeld hat.

Wandert die Aufmerksamkeit vom Ich zum Du, dann macht das einen qualitativen Unterschied aus, denn vom Du weiß der Mensch weniger als von sich selbst. Und er füllt diese Lücke mit Material, das er probeweise einsetzt oder durch Erfahrung gewonnen oder gelernt hat, das sich aber jedenfalls erst bestätigen muss.

Der Schluss aus dieser durch Dinge und die Sprache induzierten Konstellation ist eine Wertschätzung, die dem anderen dieselben „natürlichen“ Rechte einräumt wie auch sich selbst.