Die durch die Sprache vermittelte Gemeinschaft ist Illusion

Alles Künstliche der Welt ist letztlich illusionär, von der Kognition Dauer, welche die Dingwelt und die Sprache verbindet, bis hin zum Raum als Begrenzung des Nichts und zum Absoluten, das eine eitle Projektion darstellt. Die Welt selbst ist illusionär, ihre Ganzheit ist die Illusion geistiger Übereinstimmung.

Und damit sind wir bei der Sprache: sie ist die Auslagerung des Menschen in die Illusion. Illusion bedeutet dabei sowohl ein „ich-möchte-gerne“ als auch ein Spiel, eine Verspottung, insbesondere Selbstverspottung durch die Agglomeration widersprüchlicher Bedeutungseinheiten oder Konnotationen zu Begriffen. Das Wort Zeit zum Beispiel ist eine solche Illusion oder die Begriffe Subjekt und Objekt.

Dabei hat jede Illusion auch etwas Reales, einerseits im Wort, das sie bezeichnet, andererseits in der Objekt- oder Strukturenwelt. Wir profitieren aus der Illusion, Besitz wiederum ist eine illusionäre Herstellung von Dauer. Wir flüchten uns in Gemeinschaften, dabei ist schon das Gefühl der sprachbedingten Gemeinsamkeit Illusion. Gemeinsamkeiten, wie sie sich in Konventionen manifestieren, sind Ablenkung von der Tatsache des Todes. Und die Lösung? Einfach den Tod als natürliche Gegebenheit akzeptieren!