Blog „Conditio Humana”

Die durch die Sprache vermittelte Gemeinschaft ist Illusion

Alles Künstliche der Welt ist letztlich illusionär, von der Kognition Dauer, welche die Dingwelt und die Sprache verbindet, bis hin zum Raum als Begrenzung des Nichts und zum Absoluten, das eine eitle Projektion darstellt. Die Welt selbst ist illusionär, ihre Ganzheit ist die Illusion geistiger Übereinstimmung. Und damit sind wir bei der Sprache: sie ist […]

Alles, was wir haben, ist Dauer, die Illusion einer Zeit

Sowohl Dauer als auch Zeit dringen von der Objektseite her in das menschliche Bewusstsein und verfestigen sich dort, wodurch der Mensch quasi selbst zum Ding wird. Eng damit verbunden ist auch ein Besitzdenken, welches sich scheinbar auf alles erstreckt, was sprachlich erfasst werden kann. Die Natur gehört jedoch niemandem, und so drücken beide Begriffe implizit […]

Emotionen sind der tragende Grund der Konventionen

Wenn man, wie im vorangegangenen Abschnitt, den Tod als etwas Positives begreifen darf, geht damit ein Gefühl der Bescheidenheit einher: das Leben relativiert sich, man könnte sich das Bewusstsein als einen unglaublich vielfältigen, unendlichen Raum vorstellen, aus dessen Sicherheit und Geborgenheit man durch keine Macht der Welt herausgerissen werden kann. Und damit greift dann auch […]

Der Tod ist eine Position des Geistes und nicht des Lebens

Der Tod ist wohl der zentrale Inhalt menschlicher Angst. Dennoch scheint mir hier ein Missverständnis vorzuliegen. Niemand kann selbstverständlich in letztgültiger Weise über den Tod sprechen, aber vielleicht ist gerade bei diesem wichtigsten aller Themen eine Unterscheidung angebracht, die auch bei vielen anderen anthropologischen Begriffen zu überraschenden Ergebnissen führt: der Bezug auf andere versus der […]

Die einzige ethische Entscheidung ist Ehrlichkeit zu sich selbst

Die Sprache katapultiert den Menschen aus seiner Individualität hinaus zu einem Ich, das eine unüberschaubare Diversität darstellt. Sie fungiert gleichsam wie ein Prisma, welches die Einheit menschlicher Energie in eine Vielzahl von Fragmenten aufspaltet, ohne ein Rezept mitzuliefern, wie diese Fragmentierung zu einem vernünftigen Ganzen zusammengefügt werden kann. Der beste Weg, die Sprache verstehen zu […]

Sprache vermittelt der Abgrenzung illusionäre Dauer

Die Sprache ist eine nach außen gerichtete Fiktion. Sie wird von anderen vermittelt, sie bildet Gemeinschaft, sie produziert Dauer – doch all dies gehört letztlich in den Bereich der Illusion. Etwas verharmlosend könnte man sagen: Die Sprache lehrt von Kindheit an zu schlafen und zu träumen. Aus anthropologischer Sicht lässt sich eine gewisse Negativität der […]

Das Selbst ist die Seele eines Menschen, dessen Geist erloschen ist

Wenn hier von spirituellen Begriffen die Rede ist, dann bedeutet das nur, dass diese ab einem gewissen Level der Anthropologie nicht wegzudenken sind, vielleicht einfach mangels Alternativen. Dabei ist das Selbst in unserer Kultur seltsam belastet, weil es häufig mit dem Ego, einem verzerrten und übersteigerten Ich, verwechselt wird, wie etwa das Wort „Selbstbezogenheit“ und […]

Das Nichts ist die Übereinstimmung eines Menschen mit der Natur

Es ist wohl kein einfaches Unterfangen, einen Blog mit dem Wort „Nichts“ zu beginnen! Ein objektiviertes, existenzielles Nichts soll tunlichst vermieden werden, ein materielles Nichts spielt vielleicht in irgendwelchen Regionen des Alls eine Rolle, und doch gibt es auch im Menschen einen Bereich, der am besten mit diesem Wort bezeichnet werden könnte und in dem […]